Es musste so kommen.

Keine Plastikflaschen mehr, dafür Bad-Minimalismus. Das hat mich mein Stadt-Detox-Projekt im Schrebergarten gelehrt. Doch im Beruf des Friseurs ist das nicht so einfach. Dachte ich zumindest erst. Aber schön von Anfang… Erst war die Friseurlehre.

Da lernt man schon mal gar nichts über Inhaltsstoffe. Heute weiss ich auch warum. In der darauf folgenden Ausbildung zum Maskenbildner am Theater, wie auch als hair und make up Artist für Fotoproduktionen, hat man mit Haarpflege und Kundennöten nichts zu tun. Erst als ich meinen ersten Salon 2003 eröffnete war ich plötzlich mit Wünschen, Sehnsüchten und haarigen Ist-Zuständen des sogenannten Endverbrauchers konfrontiert. Marketingstrategien großer Konzerne, wollen den Salonbesucher zum Käufer ihrer Produkte machen, was letztlich der darauf geschulte Friseur als Vertrauensperson am Kunden vollstrecken soll. Dieses Prinzip verwunderte mich zunehmends, als ich beim recherchieren unterschiedlichster Haarpflege-Produkte mit Entsetzen feststellen musste, dass die Pflegeversprechen auf synthetischen Weichmachern und minderwertigen Inhaltsstoffen basierten, und Haar und Umwelt auf Dauer sogar schädigen. Die meisten vielversprechenden Haarpflege-Flaschen waren und sind voll mit Stoffen die aus Erdöl hergestellt werden. Nichts geringeres als flüssiger Kunstoff soll angeblich Haaren zu Geschmeidigkeit und Regeneration verhelfen. Sehr ärgerlich. Nicht zuletzt all diese Plastikflaschen! Pures Gift für die Umwelt! Selbst diese Sauerei war mir früher nicht aufgefallen. So wollte ich beim besten Willen nicht weitermachen. Ich machte mich auf die Suche und nahm Kontakt zu einer kleinen Berliner Manufaktur für Naturkosmetik auf. Siehe da, der erste kleine Schritt zur großen Veränderung war getan. Von nun an nahm alles seinen Lauf. Als erstes viel meiner neuen Erkenntnis meine private Ausstattung von Haar- und Körperpflege zum Opfer … Ein Überfluss an Kosmetikprodukten, die auch noch in Vollplastik oder Aluminiumtuben beheimatet sind, noch dazu zu viele Kilometer hinter sich gelassen haben, kommen mir auf jeden Fall nicht mehr ins Haus. Danach waren meine Kunden dran. Etwas mulmig war mir anfangs schon, doch ich lernte dank meiner aufgeschlossenen Kundinnen meinen Beruf wieder neu lieben und die tägliche Erfahrung mit den Produkten liess mich ein bisschen zum Haarexperten in Sachen natürliche Haarpflege werden. Mit der Zeit kamen 2 weitere Manufakturen hinzu und so wurde aus dem anfänglichen Shampoo-Experiment ein in sich, für jeden Haartyp funktionierendes, hochwertiges Haarpflegesystem das jedem weiterhilft und mich und meine Kunden täglich glücklich macht. Im Prinzip hatte und habe ich bis heute wahrscheinlich die aufschlussreichste Probandenabteilung die man sich wünschen kann. Vielleicht kannst Du ja auch was verändern. Fang am Besten gleich an.

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