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RAKU = Freude

Lange genug hat es gedauert, meine alte Leidenschaft zum Modellieren von Tonmassen wieder zum Leben zu erwecken. Durch einen Workshop an einem wunderschönen Ort in der Nähe von Storkow und eine bezaubernde Lehrerin habe ich den Zugang zu dieser meditativen Art des Schaffens wiedergefunden. Mit der scheinbar selbstverständlichen, durch Naturgesetze hervorgebrachten Ästhetik herumzuspielen und sie in meinen eigenen kreativen Prozess zu integrieren – das sind für mich schon immer tief bewegende Momente der Wahrhaftigkeit gewesen. Ein sehr beglückendes Gefühl, Form, Farbe und Sinnhaftigkeit in meinen ganz persönlichen Einklang zu bringen. Im Endeffekt ist es nur eine Scheibe, oder ein gewölbtes Etwas zur Ablage meiner Bars, doch für mich ist es so viel mehr.

Raku ist eine traditionelle japanische Brenntechnik keramischer Massen, an die ich mein Herz verloren habe. Sie bringt das wahre Gesicht dieses Erdmaterials hervor und schmückt meinen Alltag mit einem seltsam vertrauten und beruhigenden Gefühl von Erdverbundenheit.



Die RAKU Objekte sind von mir hergestellte Unikate. Daher wechselt das Sortiment ständig und ist ausschließlich im YLN Salon+Store in der Ackerstraße 166, Berlin-Mitte erhältlich. Der Verkauf im Onlineshop ist leider nicht möglich. 35–65€.

Ein intensiver Kontakt mit Wasser ist zu vermeiden, da die Keramiken nicht vollständig mit Glasur überzogen sind. Die Objekte sind in ihrer Handhabung nicht mit gewöhnlich belastbarer Industriekeramik zu vergleichen. Es sind sensible Naturobjekte. Besonders schön als Ab- oder Unterlage für Schmuck geeignet. Für den Nassbereich bitte auf jeden Fall ein Objekt aus Porzellan wählen. Siehe unten.


Wer Lust bekommen hat, selbst Hand anzulegen und mal wieder was für die Muse zu tun: Infos unter RAKU – Workshops bei Marie-Annick Le Blanc in Groß Eichholz. Vielleicht sieht man sich.



elegant, minimalistisch,
frei von Hand gegossen

Ich wollte Unikate schaffen, pure und faszinierende Handarbeit mit Minimalismus verbinden, dabei den Charakter von rohem Porzellan in den Vordergrund heben und keine Designbehauptung aufstellen. Eine Porzellankünstlerin konnte meine Wünsche perfekt umsetzen. Ohne Negativform, frei von Hand gegossen, leider mit reichlich Ausschuss, entstehen diese wunderschönen schlichten Teller aus Bisquit Porzellan in einer kleinen Porzellanmanufaktur in Berlin.
Ich rede ja immer von einer trockenen und luftigen Lagerung. Damit meine ich, dass all unsere Bars auf keinen Fall im Wasser liegen sollten und von unten immer gut wegtrocknen müssen. Mit planen Oberflächen oder gar schalenhaften Gefäßen ist das natürlich schwierig. Darum war meine Idee, unruhige, teilweise gewölbte schlichte Oberflächen zu schaffen, die eine Luftzufuhr von unten ermöglichen.


YLN
Porzellan
Fetzen

Ich muss sagen, das habe ich mir einfacher vorgestellt. Ursprünglicher Plan war, von einem Hubel Porzellan sogenannte ‚Zufallsscheiben‘ herunterzuschneiden. Ich dachte, Porzellan ließe sich genauso modellieren wie Ton. Von wegen! Dieses Material ist die Pest, war mein erster Gedanke. Es klebte mir an den Fingern und hatte eine völlig unregelmäßige Konsistenz. Doch dann wurde es mal wieder typisch für mich. Anfänglich war ich total frustriert, eine Idee nicht so umsetzen zu können, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber herausgekommen sind dann diese edlen Monster im feinsten Kostüm. Ich liebe sie, meine Porzellan-Fetzen.